Sie sind hier: Startseite > Suchen > Archiv > Märchen im Kindergarten
Märchen im Kindergarten
…Frau Holle, die Bremer Stadtmusikanten, das tapfere Schneiderlein, Rotkäppchen, Schneewittchen und die sieben Zwerge, der Froschkönig…
Momentan steht im Kindergarten ein Märchen im Zentrum. Zwei Praktikantinnen der Pädagogischen Hochschule Luzern thematisieren eine spannende und mystische Geschichte, welche die Kinder von Anfang an beeindruckte.
Märchen und ihre pädagogische Bedeutung:
Märchen wurden über Generationen hinweg immer wieder durch „Märchenerzähler“ weitergegeben und ursprünglich im Kreise von Erwachsenen und für Erwachsene erzählt. Die für die Arbeit mit Kindern wohl wichtigste und gebräuchlichste Form des Märchens ist das Volksmärchen.
In der Begegnung mit dem Märchen lernt das Kind den Umgang mit den eigenen Seelenkräften. Es kann relativ gefahrlos seine Ängste, seine positiven und negativen Kräfte wie Selbstvertrauen, Wagemut, Mitgefühl oder aber Hass und Wut auf die Märchenfigur projizieren, dann im Verlauf der Handlung Lösungsmöglichkeiten kennenlernen und erfahren, dass das Gute schliesslich siegt, was für unser Tiefenbewusstsein immer wahr ist. Auf diese Weise prägt sich schon dem kindlichen Bewusstsein ein, dass man am Ende doch zur Lösung und Erlösung gelangen kann, auch wenn man zunächst Umwege machen und durch Kämpfe und Schwierigkeiten hindurch muss.
Wichtig ist die Nachbesprechung und das Nacherleben des Märchens zusammen mit dem Kind,
das mit seinen Gefühlsreaktionen und ungeklärten Fragen nicht alleine gelassen werden darf.
Die Kinder freuen sich, die Märchenwelt im Kindergarten auf verschiedene Weise zu entdecken.
Kathrin Schärli, Annelies Hodel, Yvonne Steiner
